Solowjow über Sowjet-Geschichte: "Sie haben keine verdammte Ahnung, wovon Sie da reden"
Wie im ersten Teil wurden auch diesmal zahlreiche historische Streitthemen debattiert. Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel berief sich insbesondere bei den angeblichen Opfern der "sowjetischen Diktatur" auf das alles andere als wissenschaftlich objektive "Schwarzbuch des Kommunismus" sowie auf den sowjetisch-russischen Autor Alexander Solschenizyn.
"Kommen Sie mir nicht mit diesem Blödsinn", erwiderte Solowjow aufgebracht, bevor er dem Schweizer die demografischen Zahlen des Zarenreichs und der Sowjetunion, samt der enormen Verlustzahlen im Ersten Weltkrieg, im Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg allein vorrechnete.
"Und dann sagen Sie mir mal, wie viele im Gulag [allein] getötet wurden? Wenn Sie all diese Zahlen addieren, wie kommt es dann, dass wir jedes einzelne Jahr einen Bevölkerungszuwachs haben?", fragte Solowjow, ohne von Köppel darauf eine Antwort zu erhalten.
Der studierte Historiker Köppel versuchte, von Solowjow eine Erklärung dafür zu erhalten, warum es "Stalin und Molotow waren, die den [Nichtangriffs-]Vertrag mit Hitler geschlossen haben". Daraufhin verwies der russische Moderator, auf einen Fakt, der im Westen meist verschwiegen wird: "Wir waren die Letzten, die ihn schlossen, während ihr versucht habt, uns zu verraten."
Das heutige EU- und NATO-Mitglied Polen hatte bereits im Januar 1934, mehr als fünf Jahre vor Moskau, einen Nichtangriffspakt mit Adolf Hitler unterschrieben.
Die etwas verzweifelt wirkende Frage, ob Solowjow denn lieber in der Sowjetunion als im heutigen Russland leben würde, beantwortete dieser mit einem unmissverständlichen: "Selbstverständlich! Sie ist mein Vaterland und ich liebe sie."
Mehr zum Thema - Wladimir Solowjow: "Nicht das erste Mal, dass Europäer Juden enteignen"
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.