Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Westen bereitet "goldenes Exil" für Selenskij in London vor

5.12.2024 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Russland: Wir sind offen für Vorschläge – "aber nicht auf Kosten unserer grundsätzlichen Positionen"

RT Russland ist bereit, die Vorschläge des gewählten US-Präsidenten Donald Trump gründlich zu analysieren, aber Moskau wird nicht von den grundlegenden Elementen seiner Position im Ukraine-Konflikt abweichen. Dies erklärte der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow in einem Interview mit CNN:
"Die Chancen für einen Kompromiss auf Grundlage dessen, was der Westen und Kiew als Schritt nach vorne betrachten, sind derzeit gleich null, doch wenn diese Leute mit einigen Ideen auf uns zukommen, werden wir da sein und uns sehr sorgfältig mit ihnen befassen. Aber, und da können Sie sicher sein, nicht auf Kosten der Grundprinzipien unserer offiziellen Position."
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.21:52 Uhr
Finnland liefert bislang kleinstes Militärhilfepaket an die Ukraine
Finnland hat sein 26. militärisches Hilfspaket an die Ukraine geschickt. Mit einem Umfang von 25 Millionen Euro ist es das bisher kleinste seit Beginn des Konflikts. Kein Hilfspaket hatte zuvor einen Wert von weniger als 50 Millionen Euro. Dies teilt Verteidigungsminister Antti Häkkänen mit:
"Finnland hat der Ukraine bereits Verteidigungsgüter im Gesamtwert von 2,3 Milliarden Euro geliefert. Das aktuelle Paket umfasst unter anderem Winterausrüstung für die ukrainischen Truppen."
Das Ministerium betont, dass Details der Lieferung aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht würden. Die finnische Unterstützung bleibe aber unverändert stark.
21:41 Uhr
Blinken fordert von Kiew Mobilisierung ab 18 – Medwedew: "Was für ein Mistkerl"

RT US-Außenminister Antony Blinken erklärt in einem Reuters-Interview, dass Kiew die Mobilisierung ausweiten und mehr junge Menschen "in den Kampf" schicken müsse:
"Wir sind der Meinung, dass es notwendig ist, jüngere Menschen für den Kampf zu gewinnen. Im Moment sind die 18- bis 25-Jährigen nicht im Kampf."
Beobachter schließen aus den jüngsten Äußerungen Washingtons, dass die Ausweitung der Mobilisierung in der Ukraine auf die 18- bis 25-Jährigen zur Voraussetzung für weitere US-Hilfen gemacht wurde. Auch dem stellvertretenden Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, zufolge lassen Blinkens Aussagen keinen anderen Schluss zu:
"Wie sich zeigt, ist der scheidende US-Außenminister Blinken ein absoluter Mistkerl. Er fordert, dass die Ukraine das Wehrpflichtalter herabsetzt, um weiterhin 'US-Hilfe' zu erhalten. Das bedeutet, dass jetzt 18-Jährige sterben werden, aber der Biden-Regierung ist das völlig egal."Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:29 Uhr
NATO-Generalsekretär: Mehr Unterstützung für die Ukraine hat Priorität
NATO-Generalsekretär Mark Rutte teilt auf der Plattform X mit, dass er mit Wladimir Selenskij über die Ergebnisse des jüngsten Treffens der Außenminister der NATO-Staaten und die dort besprochene Unterstützung für Kiew gesprochen habe:
"Ich habe mit Herrn Selenskij über die Ergebnisse des Treffens der NATO-Außenminister in dieser Woche gesprochen. Unsere Priorität: mehr Hilfe für die Ukraine, mehr Luftabwehr, mehr Munition – und das alles möglichst schneller."
21:11 Uhr
"Unsere sind besser"– Kadyrow fährt erbeuteten Bradley-Panzer Probe

RT Tschetscheniens Oberhaupt Ramsan Kadyrow ist am Mittwoch in einem erbeuteten US-Panzer vom Typ Bradley zu einer Pressekonferenz nach Grosny gekommen. Ihm zufolge sei die russische Militärtechnik besser und leistungsfähiger.
In der Live-Übertragung äußerte er sich zur aktuellen Lage in der Ukraine. Er wies darauf hin, dass die männliche Bevölkerung des Landes dezimiert werde und NATO-Söldner aus aller Welt in die Armee geschickt würden. Dies werde dazu führen, dass in der Ukraine nur noch Frauen und zerstörte Städte übrig blieben, die für niemanden mehr von Nutzen seien:
"Sie werden Bodenschätze brauchen und dafür werden sie kämpfen, wenn jemand die Kraft hat, gegen Russland zu kämpfen."Russen und Ukrainer seien immer Brüder gewesen, aber die ukrainischen Soldaten hätten sich gegen ihr eigenes Volk gestellt, um die Interessen der USA und der NATO zu verteidigen.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:58 Uhr
Ukrainische Streitkräfte räumen eigene Minen im Raum Orechow
Ukrainische Einheiten haben mit der Räumung ihrer eigenen Minenfelder im Raum Orechow im Gebiet Saporoschje begonnen, was auf mögliche Vorbereitungen für eine Gegenoffensive hindeuten könnte. Dies erklärt Wladimir Rogow, der Vorsitzende der Bewegung "Wir sind mit Russland zusammen", im Sender Solowjow Live:
"An der Saporoschje-Front, im Raum Orechow, also nicht direkt an der ersten Verteidigungslinie, haben die ukrainischen Streitkräfte begonnen, ihre eigenen Minenfelder zu räumen. Mindestens seltsam. Vielleicht versuchen sie, irgendwo vorzurücken oder sich einzugraben."
20:40 Uhr
Pantschenko: Georgien sollte die Fehler der Ukraine nicht wiederholen

RT Was jetzt in Georgien passiert, gleicht den Ereignissen in der Ukraine im Winter 2013/2014 eins zu eins, so die ukrainische Journalistin Diana Pantschenko.
Lautstarker Protest junger Menschen, Unterstützung aus dem Westen – das gleiche Szenario wie damals auf dem Maidan. Bis auf ein Detail: Georgien hat die Ukraine als Beispiel und kann daraus Lehren ziehen.
Pantschenko ist Zeuge der Maidan-Ereignisse und hat gesehen, wie die jungen Leute auf den Barrikaden in Kiew für das Versprechen einer goldenen Zukunft in den Schützengräben des Ukraine-Kriegs ihr Leben gelassen haben.
Eine bessere Zukunft wird nicht auf den Barrikaden erkämpft, so die Journalistin, sondern ist Ergebnis langwieriger, ausdauernder Arbeit.Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:24 Uhr
Rebelión: Westen plant Aufteilung der Ukraine in Einflusszonen
Länder wie Polen, Deutschland, Rumänien und Großbritannien diskutieren über die Zukunft der Ukraine, wobei jedes Land seine eigenen Interessen verfolge. Dies schreibt der Journalist Alejandro Marcó del Pont in einem Beitrag für die spanische Nachrichten-Website Rebelión:
"In Berichten, die angeblich von der NATO stammen, wird eine mögliche administrative Aufteilung der Ukraine im Falle einer längeren Besetzung vorgeschlagen.
Demnach könnte die Schwarzmeerküste unter rumänischen Einfluss fallen, während die Zentral- und Ostukraine von Deutschland kontrolliert würde. Der Norden, einschließlich Kiews, könnte unter britische Kontrolle gestellt werden."
Rebelión zieht Parallelen zu früheren Konflikten wie der Operation Barbarossa im Zweiten Weltkrieg, als die Ukraine Teil der Sowjetunion war.
Obwohl die Ukraine vor allem als Agrarland bekannt sei, liege ihr eigentlicher strategischer Wert in ihren Bodenschätzen und Energieressourcen, so die Website. Der Journalist fügt hinzu:
"Dank der Vielfalt ihrer geologischen Zonen gehört die Ukraine zu den zehn größten Rohstofflieferanten der Welt und liefert etwa fünf Prozent der weltweiten Ressourcen."
19:56 Uhr
El Mundo: Westen bereitet "goldenes Exil" für Selenskij in London vor

Wladimir Selenskij, Präsident der Ukraine, gibt nach einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz eine Pressekonferenz am 2. Dezember 2024Kay Nietfeld/picture alliance / Gettyimages.ru Der Westen bereitet für den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij die Möglichkeit vor, im Falle eines Waffenstillstandsabkommens mit Russland nach London zu gehen, berichtet die Zeitung El Mundo:
"In diplomatischen Kreisen der ukrainischen Hauptstadt kursiert seit zwei Wochen das Gerücht, dass der Westen für den Fall eines hypothetischen Waffenstillstands ein "goldenes Exil" für Wladimir Selenskij in London vorbereitet, während in der Ukraine Präsidentschaftswahlen stattfinden."
Laut El Mundo könnte der Schritt angeblich mit einem "schnellen" EU-Beitritt mit Wirtschaftshilfe für den Wiederaufbau und der Entsendung europäischer Friedenstruppen einhergehen. Dieses militärische Personal könnte vor allem aus dem Vereinigten Königreich und Frankreich entsandt werden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.




